Wie verändert MB mich und mein Leben??

Wie organisiere ich mich z.B. in den Ferien/Restaurant/Schicht?

Moderator: Sa84

Re: Wie verändert MB mich und mein Leben??

Beitragvon grammy » Mi 1. Sep 2010, 09:27

Hallo zusammen,

da ich erst jetzt in die Unterhaltung einsteige, wollte ich einfach mal mit der Grundfrage anfangen.

Klar, die Abnahme verändert vieles. Ich werde jetzt oft angesprochen, aber die Kommentare sind immer
die selben.
"Hast Du abgenommen?" - blöde Frage.
"Was hast Du gemacht, oder hast Du einfach weniger gegessen und mehr Sport gemacht?"
- Bei der Antwort komme ich mir immer blöd vor, so nach dem Motto, alleine hab ich es nicht geschafft, ich hab
da ein Programm dazu gebraucht.
Außerdem hab ich vorher auch nicht nur in mich reingefressen und bin auf dem Sofa gelegen. Zumindest Sport hab
ich schon immer viel gemacht.
"Und merkst Du schon was, fühlst Du Dich besser?" Am Anfang hab ich da noch gerne drauf geantwortet, aber wenn ich mich mit 40kg weniger nicht leichter fühlen würde, hätte ich es auch sein lassen können.

Ansonsten verändert sich mein Leben darin, dass ich wirklich selbstbewußter werde bzw. es lerne. Ich fühle mich
langsam nicht mehr nur angestarrt.
Außerdem sind viele Sachen wirklich leichter, das heißt, ich brauche mir um
viele Dinge einfach keinen Kopf mehr machen (nicht jede Strecke zu hinterfragen usw.)

Sehr dünnhäutig bin ich allerdings auch, ich bin mir aber nicht sicher, ob es nicht schon vor MB angefangen
hat. Es gibt sehr viele Situationen, da kämpfe ich echt mit den Tränen, das würde andere überhaupt nicht jucken.
Naja, so bin ich halt.

Grüßle
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Re: Wie verändert MB mich und mein Leben??

Beitragvon xbabs » Fr 3. Sep 2010, 08:34

@grammy:
Mir fällt hier gerade ein, was mich auch rasend macht:
Meist sind es ja schlanke Frauen, die diese (dummen) Frage alle stellen. Und was dann nach der Unterhaltung am Ende meist kommt: "Oh, Gott, ich will ja auch immer ein paar Kilo abnehmen, aber ich schaffe es nie!" Hüstel.
In diesem Moment möchte ich dann einfach wegrennen oder was das Gemeines sagen. Kennt ihr das auch? :roll:
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Re: Wie verändert MB mich und mein Leben??

Beitragvon grammy » Fr 3. Sep 2010, 13:29

Hi,

ja, das kenn ich.
Die die auch Gewichtsprobleme haben, äußern sich eher interessiert.

Eine Freundin von mir meinte auch, mensch, dass Du das so konsequent durchziehst.
Ich muß jetzt auch was machen, hab 2 kg zugenommen. Man muß sagen, dass sie
seeehr dünn ist (und groß).... Toll...

Grüßle
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Schlank = Selbstvertrauen?

Beitragvon Pegasus » Mi 15. Sep 2010, 14:16

Hej zusammen

ich bin neu hier im Forum und mein Start ist erst morgen. Eure Beiträge stimmen mich positiv nachdenklich. Ist es denn so schlank = selbstsicher? Ich wage mich als normalgewichtige (mit ein paar Speckrollen) zu outen und habe echt Mut gebraucht in dieses Forum einzusteigen. Schlank sein und es zu bleiben war ein Muss in meiner Kindheit und ein Kampf nach den 2 Schwangerschaften. Ich stelle jetzt einfach mal meine Gedanken dazu in den Raum:

@ warum sind wir dick oder schlank - steckt da nicht ein Muster dahinter? Gewicht = Schutz, erdulden, alles schlucken usw.
@ macht eine Gewichtveränderung wirklich selbstsicher? steckt da nicht mehr dahiner wie ich nehme mein Leben in die Hand und darum fühle ich mich besser?
@ fragen "Dünne" solch blöde Fragen (wie oben erwähnt) weil sie ist mageres Selbstvertrauen an den armen Dicken aufbessern - nach dem Motto die sind ja noch viel schlimmer dran :oops: ?
@ ist das wie mit dem Geld? Macht viel viel Geld glücklicher - ist das mit dem Gewicht auch so. Millionäre sagen nein, ich als schlanke sage nein - selbstvertrauen bekomme ich durch etwas anders als Gewichtabnahme.

Ich hoffe jetzt nicht falsch verstanden zu werden - ich finde es grossartig Gewicht zu verlieren, ich hinterfrage nur gerade die Hintergründe! Ich sehe das so als Veränderung im Leben - ich lasse mich nicht treiben sondern ich entwickle selbstverantwortung für mich und meinen Körper. Wenn ich diesem nicht viel Gutes getan habe, dann ist es Zeit etwas zu ändern und wenn meine Seele verletzt wurde und als Dicke erduldet wurde, dann darf ich das nicht länger zulassen...so in diese Richtung geht meine Tendenz. Was ich auch noch anmerken möchte, ich kann ja nur von mir aus ausgehen und möchte darum keinem etwas unterstellen, ich bin im Moment nur sehr selbstkritisch - was ja ins Thema passt ;) .

@zulu: was ist ein Hospiz? Geht es da um Sterbebegleitung? Ich bewundere deine Ehrlichkeit.

Achtung vor uns selbst und dem Anderen - ich grüsse euch von Herzen!
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Re: Wie verändert MB mich und mein Leben??

Beitragvon grammy » Do 16. Sep 2010, 06:22

Hallo Pegasus,

erstmal willkommen!

- Warum sind wir dick oder schlank? Ich glaube, da gibt es kein Muster dahinter.
Jeder ist anders, manche nehmen krankheitsbedingt zu, andere weil sie sich nicht bewegen,
andere weil sie einfach zuviel (ungesundes) essen, andere.....
Ich glaube nicht, dass man das Gewicht als Schutz hat/bekommt. Nur wenn man es mal hat,
schiebt man einiges darauf. Ist halt einfacher als wirklich zu hinterfragen.

- Gewichtsveränderung = selbstsicher? Ja, bestimmt. Man bekommt ja seine Selbstsicherheit
auch aus den Reaktionen der Mitmenschen, und die ist halbwegs dünn einfach anders als richtig dick.
Natürlich hilft die Abnahme an sich, weil man sieht, man kann/hat was aus eigener Kraft erreicht.
Aber nur weil ich schlanker bin, ändert sich mein Leben nicht komplett. Das ist klar.
Wenn es sich um viel dreht, wie bei mir, wird vieles einfacher, da ändert sich dann schon einiges.
Aber meistens sind es "nur" (nicht auf die Menge, sondern auf den eigentlichen Wert im Leben)
oberflächliche Veränderungen, das zwischenmenschliche (Freunde, Familien)
oder die Arbeit etc. bleiben. Das muß man sich schon klar machen.

- Dünne und blöde Fragen. Das trifft auf manche bestimmt zu. Wenn auch bei vielen unbewußt.
Allerdings mit sicherheit nicht auf alle. Wenn man dünn ist, kennt man oft die Probleme der Dicken nicht.
Woher auch. Dann weiß man nicht, wie solche Kommentare ankommen. Oder sie wollen (ehrlich) zeigen,
dass sie auch mit (für uns eher unverständliche Größenordnungen) Ihren Kilos Probleme haben.

Hey, hinterfragen ist doch immer gut. Und wenn was falsch verstanden wäre, muß man es halt aufklären.
ich hab auch mit ner Freundin diskutiert, die gerne 5kg oder so abnehmen will. Sie meinte auch, man fühlt
sich selbst einfach wohler. "mehr" nicht. Sondern einfach für sich.

Auf eine muntere Diskussion...

Grüßle
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Selbstbewusstsein

Beitragvon Pegasus » Mi 22. Sep 2010, 13:13

hej hej

@grammy: vielen Dank! Beim Lesen ist mir einiges klar geworden :roll:

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann liegt das Selbstbewusstsein nicht im Gewicht selbst, sondern in der Tatsache einer vollbrachten Leistung. Und ja ich muss bzw. darf dir absolut recht geben - und mit ist klar geworden, dass ich mir über meine wahren Abnahmegründe einiges zurecht gelegt habe. Meine Selbstsicherheit hat nix mit den 5 Kilos zu tun - meine Leistung liegt woanders begraben. Vielen Dank fürs Sortieren helfen!

Ja, ich weiss wirklich nicht, wie es ist mit viel Übergewicht zu leben. Mittlerweile in Phase 2 weiss ich was MB wirklich ist und so einfach ist es denn doch nicht Kilos zu verlieren bzw. erfordert doch viel viel Disziplin. Ich muss mich richtig ranhalten. Also Hut ab vor "euch" allen, die schon so viel Gewicht verloren habt und es weiter tut!
Im Übrigen zum Themenbezug zu Zulu: Mein Mann möchte keinen eigenen Plan (leider), hält sich aber wenigstens an meinen mit einem BMI von 28 und meint auch, dass man dünnhäutiger wird - wie Zulu.

Alles Liebe

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